kreativ...

Algen und Moose im Rasen

Anspruchslos, überall im Boden vorhanden – und doch zunehmend ein Problem:

Blau-, Grün- und Kieselalgen können vor allem auf stark verdichteten, strapazierten, schattigen und sehr kurz gemähten Rasenflächen das Gräserwachstum einschränken.

Sie vermehren sich explosionsartig und buchstäblich über Nacht entstehen riesige „Bodenblüten". Diese schleimigen Gallertschichten behindern den Gasaustausch, hemmen die Wasserversickerung, schädigen die Gräserwurzeln und ersticken die Gräser.

Einige Arten geben sogar toxische Substanzen ab. Auf häuslichen Rasenflächen ist mangelnde Nährstoffversorgung und fehlende Nachsaat die hauptsächliche Ursache, in Sportstadien ist oft punktuell starke Belastung, zu langsame oder unzureichende Bodenabtrocknung aufgrund mangelnder Belüftung und zuviel Schatten verantwortlich.

Auf Golfplätzen treten Algen auf schattigen Grüns, Abschlägen und auch auf Spielbahnen auf. Auch das „Skalpieren“ des Rasens bei Bodenunebenheiten bzw. bei Greenmodellierungen fördert den Algenwuchs!

Moose treten als unschöne Polster im Rasen vorwiegend im Frühjahr auf, wenn die Gräser noch schwaches Wachstum zeigen oder im Winter entstandene Lücken sich zu spät schließen. Da gibt es nur eine Strategie: Alles muss getan werden, was die Wüchsigkeit des Rasens fördert und die Moose unterdrückt. Dazu gehört die rechtzeitige, bedarfsgerechte Düngung, das Durchlüften des Rasens mit dem Vertikutierer, das Zurückschneiden von Schattenspendern und häufiges Mähen. Falls das alles noch zu wenig ist, kann man zusätzlich einen Dünger mit Moosvernichter einsetzen.